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Fahrscheine & Zeitkarten vergangener Zeiten

Billets der Frankfurter Trambahn-Gesellschaft

 

Pferdebahn-Billet der Ost-West-Linie
von 1888 über 10 Pfennige

    Manueller Entwurf eines Correspondenz-
Billets als Satzvorlage für die Druckerei


- vergrößerbar -
  Eingezeichnet sind alle Relationen die zum Tarif von 20 Pfennigen erreichbar waren. Die neuen Fahrschein-Serien sollten auf farbigem Papier gedruckt werden: für jede Linie eine eigene Serie mit Aufdruck der Liniennummer, Billets für 10 Pfg.-Touren weiß, 15 Pfg. grün, 20 Pfg. rot und 25 Pfg. gelb. Dieses System war nur für eine kleine Zahl von Linien praktikabel. Die Eröffnung weiterer Linien erforderte die Einführung des Teilstrecken-Tarifs und des Einheitsfahrscheins.             {  Quelle für alle FTG-Fahrscheine: ISG, Magistratsakte R 1773 Bd. 1  }
 
Während der Fahrt aufzubewahren und auf Verlangen offen vorzuzeigen.
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Als Correspondenzbillet nur an den Umsteigestellen nur für den nächst
ankommenden, noch nicht ganz besetzten Wagen gültig. Weiterbeförderung
kann nur, soweit Platz vorhanden, garantiert werden.
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Nur wie vorgezeichnet gültig. Wenn der Conducteur die Gültigkeit eines
Corrrespondenzbillets beanstandet, ist er verpflichtet, Nachzahlung zu verlangen.
Der Fahrgast ist in diesem Fall gebeten, die Nachzahlung zu leisten und
etwaige Beschwerde beim Controleur oder bei der Direction anzubringen.


Aufdruck auf der Rückseite
sämtlicher Correspondenz-Billets

Correspondenz-Billet = Fahrschein
mit Umsteigeberechtigung

Conducteur = Schaffner

Fahrkarten aus der Anfangszeit der Frankfurter Straßenbahn

Sammlung alter Monatswertmarken

Papier, gezahnt, farbig bedruckt und gummiert. Format: 1,8 x 2,0 cm; das Design wurde jeweils zu Beginn der neuen Geschäftsjahre im April gewechselt. Mit BK gekennzeichnete Marken galten für verbilligte Berufszeitkarten, die werktäglich zu 2 Fahrten von und zur Arbeitsstätte berechtigten. Das Merkzeichen PK galt hingegen für Personalfahrkarten, d.h. übertragbare Zeitkarten zur Erledigung von Dienstfahrten, ausschließlich für Bedienstete der Stadtverwaltung; die Kosten wurden der Straßenbahn von der Stadtkämmerei erstattet.

Sammlung alter Monatswertmarken (ab April 1912 mit neuem Design sowie neuem Format)
Papier, gezahnt, farbig bedruckt, gummiert. Format: 2,3 x 2,9/3,0 cm

Wertmarken der städtischen Straßenbahn Offenbach aus gleicher Zeit

 

Strecken-Monatskarte von 1916, gültig ab Bockenheimer Warte über Oederweg bis Friedberger Platz
Nicht übertragbar - gültig an Werktagen, mit Wertmarke für Juli 1916. Karton 5,9 x 11,88 cm, geklappt mit Leinenfalz

Quelle: Institut für Stadtgeschichte, Sig. S4c/967.

Einzelfahrschein aus der Zeit um den 1. Weltkrieg, ohne Preisaufdruck. (> Vergrößerung durch anklicken)

       

Fahrkarten aus der Zeit zwischen den Weltkriegen

Strecken-Monatskarte von 1921, gültig für die Strecke Schwarzwaldstraße - Hauptbahnhof
Nicht übertragbar, mit Wertmarke für Mai 1921. Karton 5,9 x 11,88 cm, mittig gefaltet mit Leinenfalz.

Quelle: ISG, Sig. S4c/1049.

 

Einzelfahrschein von 1927 - als Frankfurt erst 3 Omnibuslinien hatte, dafür aber "Fernverkehr" betrieb! Ohne Preisaufdruck und Datumskennzeichnung. Ausgestellt nach 14 Uhr für eine Fahrt ab Rohrbachstraße zum Hauptbahnhof. Vergrößerung durch anklicken!

Strecken-Monatskarte für Berufsschüler von 1935, Fahrtberechtigung auf der Strecke Alt-Praunheim - Textorstraße. Nicht übertragbar, beschränkt auf die Zeit von 6.00 – 20.00 Uhr. Wertmarke für Juli 1935, Karton 11,2 x 6,6 cm, gebunden mit Leinenfalz.

          

Quelle: ISG, Sig. S4c/854

 

Einzelfahrschein von 1935 für eine Weitstreckenfahrt am 16. eines Monats zwischen 19 und 20 Uhr, vom Westbahnhof nach Praunheim Brücke. Mit wie damals üblich aufgedrucktem Streckennetz (Straßenbahn = schwarz, Bus = rot). Auch hier: Vergrößerung durch anklicken!

 

 

Netz-Wochenkarte von 1943
Nicht übertragbar, mit Wertmarke für die 52. KW 1943. Karton 5,3 x 7,7 cm

 

Quelle: ISG, Sig. S4c/41

     

Fahrkarten der Straßenbahn Frankfurt aus der Nachkriegszeit

Einzelfahrschein der Frankfurter Straßenbahn, für eine Fahrt
von Praunheim nach Neu-Isenburg am 20. eines Monats (1953).

Einzelfahrschein der FLAG, ausgestellt am 13. eines Monats. Der Preis von 65 Pfennig ist nicht nachweisbar, vermutlich aber um 1950.

 
Interner Leitfaden zu korrekter Kennzeichnung der Fahrscheine, bei Linienänderungen neu aufgelegt. Hier 3 solche Exemplare:

Leitfaden vom 1.07.1953

Leitfaden vom 15.06.1955

Leitfaden vom 1.01.1963

   
(Zoomen per Mausklick)

Strecken-Wochenkarte für Berufstätige vom Palmengarten zur Leonhardsgasse in Seckbach, 1959 (ebenfalls vergrößerbar).

Nicht übertragbar, gültig von Mo – Fr für je eine Hin- und Rückfahrt täglich. Mit Wertmarke für die 44. KW 1959 (26. - 30. Okt.) für 4 und mehr Teilstrecken. Karton 12 x 13 cm, gefaltet mit Einstecktasche für Fahrtenblatt. Berufswochenkarten waren Arbeitnehmern mit einem Bruttomonatsverdienst von höchstens 660,00 DM vorbehalten; die entsprechende Verdienstbescheinigung (s.u.) musste mitgeführt werden.

Leere Karteninnenseite Karteninnenseite mit eingeschobenem Fahrtenblatt

Umschlaghälfte (Vorderseite)

Die mitzuführende Arbeitsbescheinigung

Quelle: ISG, Sig. S4c/1.061

Ähnliche Vordrucke wie diesen gab es zur Ausstellung ermäßigter Schülermonatskarten. Solche mussten natürlich nicht vom Arbeitgeber, sondern von der Verwaltung der jeweiligen Schule für jedes Schuljahr erneut ausgefüllt und per Stempel und Unterschrift bestätigt werden.

 

Fahrkarten aus der Anfangszeit der Stadtwerke Frankfurt (1966 - 1974)

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SWF Sammelkarte Kind von 1967 (Stadttarifgebiet)

 

Rückseiten-Aufdruck aller Fahrkarten 1967

 

SWF Sammelkarte Erwachsene (Stadttarif, 60 Pfg./Fahrt)  < 1968 >  SWF Sammelkarte Kind (bzw. Außentarif Erwachsene, 1 TS)

 

Fahrscheine bzw. -Karten für nur eine Fahrt sahen den Sammelkarten sehr ähnlich, waren von diesen jedoch leicht unterscheidbar durch das einzige Stempelfeld für die Einzelfahrt sowie durch gegenüber Sammelkarten höheren Fahrpreisen (siehe Stadtwerke-Tarif ab 1966).

 

Wochenkarte für die Strecke vom Gerhard-Hauptmann-Ring zur Stadtgrenze Neu-Isenburg

Nicht übertragbar, gültig Mo – Sa für beliebig viele Fahrten. Ausgestellt am 18.7.1970, hier mit aufgeklebter Wertmarke für die
21. KW 1974 (20.-25. Mai) für 3 und mehr Teilstrecken. Karton, DIN C7 (8,1 x 11,4 cm). Links Vorderseite, rechts Rückseite.

 

Quelle: ISG, Sig. S4c/1.037

 

Automaten-Fahrkarten des FVV

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fahrkarten des FVV aus Busverkäufen

Linie 54, 20:30 Uhr

 

DB-Regionalbus, 18:30

 

Linie 34, 16 Uhr

 

DB-Regionalbus, 19 Uhr

 

Linie 33, 9 Uhr

 

Fahrkarten-Rückseite

 

Linie 50, 15:30 Uhr

 

Linie 53, 23 Uhr

 

Linie 54, 7:30 Uhr

 

Linie 33, 18:30 Uhr

 

DB-Regionalbus, 17 Uhr

 

Linie 36, 18:30 Uhr

 

DB-Regionalbus, 18:30 Uhr

 

Linie 54, 7 Uhr

 

Linie 70, 10:30 Uhr

 

Linie 75,  19 Uhr

 

Linie 70, 19:30 Uhr

 

Linie 58, 9 Uhr

 

Linie 55, 9 Uhr

  Linie 33, 16 Uhr

 

 

FVV - Zeitkarten und Wertmarken (alle für Tarifzone 10 = Frankfurt)

Wertmarken der Wochen 6 (Juniortarif!) und 51/1981

 

Wertmarken der Wochen 3/1982 sowie 4/1984

 

Monatswertmarken aus 1981 und 1982   Monatswertmarken aus 1983 und 1984

 

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FVV-Jahreskarte 1985:

Hier wurden die Märkchen monatsweise aus einem Jahresbogen ausgeschnitten, während sie bis 1984 noch wie Briefmarken gezahnt ausgegeben wurden (siehe obige Beispiele). Diese hier war von 1985 bis Dezember 1986 in Gebrauch. 

                Papier 3-fach gefaltet & handbeschriftet

  In Klarsichthülle mit Einsteckmärkchen, Teil 3 umgeklappt         

     

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FVV-Jahreskarte 1987:

FVV Pluskarte in Klarsichthülle, Papier gefaltet, von Hand ausgefüllt. Gültigkeit 1/1987 - 12/1987

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FVV-Jahreskarte 1989:

FVV-Pluskarte, beschichtetes Papier gefaltet in Plastikschutzhülle, maschinell beschriftet. Gültigkeit 1/1989 - 12/1989

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FVV-Jahreskarte 1990:      

FVV-Jahreskarte "Fahr Bunt", Plastikkarte
im Scheckkartenformat ohne Umweltengel
Gültigkeit 1/1990 - 12/1990

(Vorderseite)

 

 

FVV-Jahreskarte 1991:      

 

FVV-Jahreskarte "Fahr Bunt", Plastikkarte
im Scheckkartenformat mit Umweltengel
Gültigkeit 1/1991 - 12/1991

(Vorderseite)

 

FVV-Jahreskarte "Fahr Bunt" (Rückseite)

Die Rückseite der Fahr-Bunt-Karten - hier
Stand 1/93 - blieb über die gesamte Fahr-
Bunt-Periode (1990-1995) unverändert

Die Fahr-Bunt Zeitkarten wurden bis zum letzten Tag der FVV-Ära ausgegeben. Bei Gründung des RMV gab es eine Übergangsregelung, wonach FVV-Zeitkarten bis zum Ende ihrer jeweiligen Gültigkeit im RMV anerkannt wurden, d.h., teilweise auch weit über den 27.05.1995 hinaus (Jahreskarten bis zu einem Jahr). Einen Umtauschzwang gab es nicht.
 

RMV - Zeitkarten

RMV-Jahreskarte 1996

 

RMV-Jahreskarte 1998

Karton, Ausriss aus einem Bogen mit 12 Monatskarten, Währung DM, Ausgabestelle Stadtwerke Frankfurt, mit
altem Logo. Gültigkeit 1/1996 - 12/1997

 

wie RMV-Jahreskarte 1996, Ausgabestelle aber
Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF,
ohne Logo). Gültigkeit 1/1998 - 12/1999

 

RMV-Jahreskarte 2000

 

RMV-Jahreskarte 2002

Karton, 12 Einzelkarten aus perforiertem DIN-A-4-Bogen, Sicherheitsmerkmale geändert, Währung in DM.
Ausgabestelle VGF mit Logo. Gültig 1/2000 - 12/2001

 

wie RMV-Jahreskarte 2000, Ausgabe wieder
durch VGF, Währung jetzt aber in Euro.
Gültigkeit 1/2002 - 12/2003

 

RMV-Jahreskarte 2013 (Elektronisches Ticket)

Als erste Zeitkartenart wurden die Jahreskarten in Form von computerlesbaren Plastik-Karten ausgegeben. Ausgabestelle hier erneut VGF. Informationen über Gültigkeitsbereich und -Zeitraum sind allerdings für den Fahrgast nun nicht mehr ablesbar. *)

Vorderseite

 

Rückseite

 

*) Diese verdeckten Informationen können die Kontrolleure jedoch über ihr Prüfgerät auslesen, wo dann folgendes erscheint:

 

 

RMV-Jobticket 2015

Jobtickets erhalten nur Mitarbeiter von Firmen oder Behörden, jedoch zu gegenüber regulären Zeitkarten ermäßigten Konditionen. Die Ermäßigung resultiert aus Rabatten, die der RMV solchen Institutionen bei Abschluss von Sammelverträgen gewährt, z.B. bei Abnahme einer Menge von jährlich mindestens 100 Zeitkarten. Aufgrund der Ermäßigung gilt für Jobtickets in der Regel keine Mitnahmeregelung wie bei regulären Tickets. Jobtickets sind nicht übertragbar, Inhaber müssen sich bei Kontrollen durch Dienst- oder Personalausweis identifizieren.

Vorderseite

 

Rückseite

 

Fahrkarten des RMV aus Busverkauf

Fa. Autobus Sippel, Linie 33

 

Fa. In-Der-City-Bus, Linie 36

 

 

Automaten-Fahrkarten des RMV

 

 

 

 

 

 

 

An neuzeitlichen Fahrkartenautomaten lassen sich heutzutage sogar Zeitkarten erwerben:

Monatskarte für die Strecke Frankfurt - Eppstein

 

Das Gleiche als Wochenkarte, beide in Preisstufe 4.

 

Wer über den räumlichen Gültigkeitsbereich seiner Zeitkarte hinaus fährt, benötigt dafür eine sogenannte "Anschluss-Fahrkarte". Diese sind ebenfalls am Automaten erhältlich, abschließend zwei solche Exemplare. Beide wurden jeweils ergänzend zu einer Zeitkarte der Preisstufe 3 gekauft, links als Fahrt von Frankfurt in den Hochtaunuskreis (TG 51), rechts nach Wiesbaden bzw. Mainz (TG 65).

 

 

Fahrkarten der Stadtwerke Offenbach

Die Stadtwerke Offenbach hatten früher einen eigenen Tarif sowie eigene Fahrscheine, hier einige Beispiele für das ehemalige Fahrkartenlayout der SWO. Die Ausgabejahre dieser Karten (ca. um 1990) sind leider nicht festgehalten. Solche Fahrkarten wurden auch auf der Straßenbahnlinie 16 verkauft. Die Stadt Offenbach wurde jedoch aufgrund des Hessischen ÖPNV-Gesetzes 1995 zwangsläufig Gesellschafter des Rhein-Main-Verkehrsverbundes.

 

 

 

 
 
 

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