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  Historische Frankfurter Fahrzeuge

Straßenbahnwagen
  Typenblatt der J-Triebwagen 551- 570 (Baujahr 1944) und 571- 595 (Baujahre 1947), Stand 1976
Mysteriös erscheint hier, wieso die Stadtwerke die Wagennummern damals bei 593 enden ließen, obwohl 595 erst 1976 ausgemustert wurde und viele andere Wagen bereits ab 1972 ausgeschieden waren. Die letzten 7 Vertreter dieser Serie hielten noch bis 1977 durch. Seltsamerweise waren dies bis auf 586 & 580 primär nur ältere Fahrzeuge. 580 zählt heute zum Bestand des Verkehrsmuseums.
  Typenblatt der K-Triebwagen 101 - 117 (Baujahr 1954) und 461 - 500 (Baujahre 1949 - 1953), Stand 1976
Auch bei diesem Typenblatt erschließt sich nicht ohne weiteres, warum die Wagennummernfolge so gewählt wurde? Schließlich waren die übrigen Wagen des Verbandstyps (118-125) noch im Bestand, auch wenn sie zuvor zu Arbeitswagen umgebaut worden waren. Jedoch war dies auch bei den Wagen 109-117 der Fall, die zwischen 1968 und 1975 zu Arbeitswagen umgewidmet wurden. Andererseits wurde für die Aufbautriebwagen 461-500 keine separate Zeichnung erstellt, obgleich diese nach dem Krieg auf alten Fahrgestellen zerstörter F- und G-Wagen aufgebaut wurden (daher die Bezeichnung Aufbauwagen), wodurch deren Fahrgestelle nicht denen auf der Zeichnung entsprachen. Allerdings glich das äußere Erscheinungsbild ansonsten den Aufbauwagen, vielleicht wurde deshalb darauf verzichtet?

Von den hier noch nicht erwähnten Wagen 101-108 wurde der 101 in 1978, 102 und 103 5 Jahre danach ausgemustert. 104 wurde 1978 dem Museum hinzugefügt, während 106-108 seit 1977 Dienst auf dem "Ebbel-Ex" verrichten, 105 seit 1983 ebenso. Von den als Arbeitswagen eingesetzten Fahrzeugen 109-125 waren 1975 vier Wagen (121-124) zum Schienenschleifzug 2002/2003 (siehe weiter unten) umgebaut worden, einige andere dienten dem Betrieb noch bis in die 2000er Jahre. Die Ebbel-Ex Fahrzeuge laufen nun schon seit über 60 Jahren!

Die ersten Frankfurter Großraumwagen: L-Wagen 201 und 202

Anlässlich der Inbetriebnahme der beiden im Spätherbst 1955 ausgelieferten Vorserien-Züge der Baureihe L verfasste der technische Direktor der Frankfurter Straßenbahn, Dipl.-Ing. Joachim Fester, den folgenden Aufsatz für die Mitarbeiterzeitung "Die Straßenbahn". Die Triebwagen waren beide unterschiedlich ausgerüstet, dies wie auch die allgemeinen technischen Details werden in dem Artikel beschrieben.
  Typenblatt des L-Triebwagens 201 (Baujahr 1955), Stand 1976
Obwohl die L-Wagen 201 und 202 bis auf die abweichende technische Ausrüstung weitgehend identisch waren, wurde 202 hier nicht mit aufgeführt, da er 1972 bei einem Unfall am Ratsweg schwerstens beschädigt und anschließend verschrottet worden war.
  Typenblätter der L-Triebwagen 203 - 217 (Bj.1956) und L-Triebwagen 218 - 242 (Bj. 1956/57), Stand 1976
Die Wagen 203 - 217 waren als Lv-Triebwagen für den Vorortverkehr auf den Taunusbahnlinien 24 und 25 bestellt und geliefert worden, sie trugen daher Doppelscheinwerfer und verstärkte Radreifen. Wegen erhöhten Bedarfs wurden 1962 die Wagen 218, 219 und 220 ebenfalls zu Lv-Wagen aufgerüstet, jedoch wurden sie schon 1966 wieder zurückgebaut. Alle übrigen Lv-Triebwagen wurden 1967 auf den Taunusbahnen entbehrlich und zu L-Wagen umgerüstet, behielten dabei allerdings bis zum Schluss ihre Doppelscheinwerfer.

Die Hälfte der 42 L-Wagen blieb bis in die 90er Jahre im Einsatz, wovon sogar die meisten 1994 und 1997 noch nach Rumänien verkauft werden konnten, wo sie lange weiter eingesetzt wurden. 227 erwarb 1994 ein Privatmann in Österreich. 224 und 236 sind als Museums-Fahrzeuge erhalten, wobei 224 seit 2006 wieder Ursprungsfarben trägt und als "124" mit Bw 1242 als Museumszug betriebsfähig ist.
  Typenblatt der l-Beiwagen 1201 - 1242 (Baujahre 1955 - 1957), Stand 1976
  Typenblätter der M-Triebwagen 601 - 630 (Baujahr 1959/60) und M-Tw 631 - 645 (Baujahr 1963), Stand 1976
  Typenblätter der m- Beiwagen 1801 - 1814 (Baujahr 1959/60) und m-Bw 1815 - 1826 (Baujahr 1963), Stand 1976
Typskizze der N-Triebwagen 801 - 830 (Baujahr 1963), Stand 1976

Typenblatt der O-Triebwagen 901 - 908 (Baujahr 1969), Stand 1983

Typenblätter der Pt- und P-Triebwagen 651 - 680 und 681 - 750 (Baujahre 1972 - 1978), Stand 1983

Links: Typenblatt der Pt-Wagen 651 - 680 aus der ersten Lieferserie von 1972. Rechts: Typenblatt der P-Wagen 681 bis 750 (1983 sämtlich noch im Originalzustand). Hierunter die Wagen 681 - 716 aus den Baujahren 1972/73 sowie 717 - 750 (1977/78 gebaut). Letztere wurden 1985 und 1986 zur Abdeckung des durch die U-Bahnlinien U6 und U7 erhöhten Bedarfs gleichfalls zu Pt umgebaut, der Rest folgte 1992.
Technische Einrichtung der P und Pt-Triebwagen

..Maßzeichnung der R-Triebwagen 001 - 040 (Baujahr 1994/95), Stand 1995

Stadtbahnwagen

U1 - Der Prototyp des Frankfurter Stadtbahnwagens

Der erste Frankfurter Stadtbahnwagen, der U1-Wagen 1001, wahrscheinlich August 1966 im kurz zuvor im Rohbau fertiggestellten U-Bahnhof Miquel-/Adickesallee. In der Station hatte der Innenausbau begonnen. Der Wagen war von der Firma DUEWAG erstmals im Sommer 1965 auf der Internationalen Verkehrs-Ausstellung in München der Öffentlichkeit präsentiert worden und wurde damals noch nicht als U1, sondern mit seinem Arbeitstitel als "U6" (sechsachsiges U-Bahnfahrzeug). bezeichnet. Die Auslieferung an Frankfurt erfolgte im Mai 1966 über den damals noch betriebenen Güterbahnhof Oberursel, wie danach das Schwesterfahrzeug 1002 und später die Serie der U2.rd
Nach Anlieferung durchliefen die Wagen zuerst intensive Probefahrten und Tests auf der Taunusbahnstrecke Heddernheim - Oberursel, weil die Tunnelstrecke damals noch im Bau war. Da der "U1" als Prototyp galt und es viele Änderungswünsche gab, kam es nicht zur Serienausführung.

Beide Wagen erlebten ihre Fahrgast-Premieren an den Tagen der Offenen Tür (20./21.08.1966), bei denen man mit ihnen Pendelfahrten von Miquel-/Adickesallee bis Holzhausenstraße offerierte. Von allen Veranstaltungs-Angeboten war dies das Highlight, es gab Wartezeiten von bis zu einer Stunde auf eine Mitfahrt.

1001 (wie auch sein Pendant 1002) wurden nacheinander in diversen Farbvarianten lackiert  um die künftige Stadtbahnfarbe für Frankfurt zu finden. Wagen 1001 trug anfangs auf der Front einen Kreis über einer Geraden mit integrierter Wagennummer. Dieses Logo hätte das rollende Rad auf der Schiene symbolisieren sollen.
 
Foto: Hauptverband der Dt. Bauindustrie / Bildarchiv der Philipp Holzmann AG i.L.
Das Zielschild "23 Heddernheim" war zu diesem Zeitpunkt von der Zeit bereits überholt worden. Zu Beginn der Stadtbahnplanung sollten die Ziffern der Tramlinien auch für die Stadtbahn gelten, was jedoch für die "echten Stadtbahnlinien" ebenfalls verworfen wurde. Die U1-Wagen wurden 1968 mit 301/302 nummeriert und kamen bis in die 70er zu Linieneinsätzen, waren aber nicht kuppelbar mit den U2-Wagen. 1001 (301) steht heute in der Westhalle des Frankfurter Verkehrsmuseums, während 302 verschrottet wurde.

  Typenblatt der U1-Triebwagen 301 und 302 (Baujahr 1965), Stand 1976

Typenblatt der U2-Triebwagen 303 - 367 (Baujahre 1968 -1971), Stand 1977

2018 jährte sich das Datum der Inbetriebnahme der ersten Frankfurter U-Bahnlinie A1 zum 50. Mal. 1968, wurden die ersten 21 Wagen der Stadtbahnbaureihe U2 von DÜWAG ausgeliefert, 1969 folgten 15 weitere. Bis 1975 wurden 64 Wagen gebaut, ergänzt bis 1982 um weitere 40. Frankfurt erhielt damit allein 104 Fahrzeuge dieses Typs. Allerdings wurden 5 Wagen 1980 durch Brandstiftung vernichtet, sodass hiernach 99 im Bestand blieben. Düwag lieferte ferner 184 weitere U2-Wagen nach Edmonton und Calgary (Kanada) sowie San Diego (Kalifornien/USA), sodass diese Serie weltweit durch insgesamt 288 Fahrzeuge vertreten war. Einige Wagen wurden 2012 sogar noch für den Betrieb der Metrotranvia Mendoza aus San Diego übernommen, was deren Zuverlässigkeit unterstreicht.

Anlässlich des Jubiläums hier das Typenblatt der bewährten Fahrzeuge, das dankenswerterweise von einem Besucher der Website zur Verfügung gestellt wurde. Der Typ U2 wurde nach über 45 Jahren verschleißförderndem Dauereinsatz in Frankfurt 2015 in den Ruhestand verabschiedet. Die beiden ersten Serienwagen, 303 und 304, wurden in die Ursprungsfarben rot/weiß versetzt und betriebsfähig erhalten.

  Typenblatt der U2e-Triebwagen 367 - 399, Stand 1998

Diese Wagen wurden zuerst für den Einsatz an den Hochbahnsteigen der C-Strecke (Linie U7) umgebaut, indem die Anpassung an die Bahnsteighöhe durch Ausbau der Trittstufen und Verkürzung der Türen erfolgte. Vorher wurde die Strecke allein von Ptb-Zügen bedient.

  Typenblatt der U3-Triebwagen 451 - 477 (Baujahr 1979/80), Stand 1980

  Typenblatt der U4-Triebwagen 501 - 539 (Baujahr 1994/95), Stand 1995

  Typenblatt Schienenreinigungswagen 2001 ( ex K-Tw 111, Umbaujahr 1979), Stand 1980

  Typenblatt Schienenschleifzug 2002/2003 (ex K-Tw 121/122/123/124, Umbaujahr 1977/79), Stand 1980

Kraftomnibusse

Typenblatt des Mercedes Benz O 305 Wg. 590 der Stadtwerke (Fahrschulbus, Baujahr 1973)

Typenblätter der MB O 305, Wg. 251 - 281 und O 307 (282/283) der Stadtwerke (Baujahr 1977)
Typenblätter der MB O 305, Wg. 401 - 458 und 459 - 474) der Stadtwerke (Baujahre 1979 und 1981)

Typenblätter der MB O 305 G, Wg. 301 - 312 und 313 - 340) der Stadtwerke (Baujahre 1979 und 1982)

Typenblatt der ehemaligen Den Oudsten Busse der Fa. Alpina von 1996

www.tramfan-ffm.de
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