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10.05.2018: Zum 50. Jubiläum der U-Bahn ergänzt die interessante Dokumentation "12 Jahre U-Bahnbau von 1974 die Seite Publikationen. Die Archiv-Seite wurde um ein Original-Typenblatt der U2-Stadtbahnwagen erweitert.

Bereits seit dem 02.03.2018 ist der Frankfurter Pferdebahn ein Beitrag auf einer eigenen Seite gewidmet, der mit bisher unbekannten Details über die Firma F. de la Hault aufwartet. Diese erhielt 1871 die Konzession zum Betrieb der Pferdebahn, aus ihr ging nach acht Betriebsjahren wiederum die Frankfurter Trambahngesellschaft hervor. Der Artikel beleuchtet die Firmengeschichte seit der Gründung bis zur Kommunalisierung des Unternehmens im Jahre 1898.

Anhand der Bilder kann man erahnen welchem Themenkreis diese Webseite sich widmet, nämlich der Historie des Frankfurter Nahverkehrs, besonders auch der Strecken- und Liniengeschichte. Dazu gab es bis um 2003 kaum Informationen im Internet, dieses Manko sollte mit dem Projekt beseitigt werden. Bei der Betrachtung sei allen Besuchern viel Vergnügen gewünscht.

 
Gestern   Heute
Anstelle der alten Wilhelmsbrücke entstand im Zuge des Wiederaufbaus nach dem Krieg die neue Friedensbrücke, die am 2. März 1951 feierlich eröffnet wurde. Am südlichen Brückenkopf errichtete die AEG ein Hochhaus für ihre Verwaltung. Dieses Hochhaus nahm die Straßenbahnverwaltung später zum Anlass, die Haltestelle "Hippodrom" nun "Hochhaus-Süd/Elektrohaus" zu nennen. Der neue Name setzte sich indes nur schwer durch. Die Mehrzahl der Schaffner rief entgegen der einschlägigen Dienstanweisung den Namen der Haltestelle weiterhin mit Hippodrom aus, das war einfacher, Hochhaus Süd/Elektrohaus erschien ihnen zu umständlich. Nun wusste ein Schulbub wie ich mit dem komischen Namen herzlich wenig anzufangen, ebenso wenig wie Frankfurt-Besucher.

Auf Nachfrage erklärte man mir das Hippodrom sei im Krieg zerstört worden - mehr wollte man dazu nicht sagen. Aber was war das, wo stand es genau? Ich dachte, es müsse Ecke Gartenstraße gewesen sein, wo 1960 noch eine Ruine stand. Erst viel später erfuhr ich, dass es sich um eine riesige Reithalle gehandelt hatte, die auch größeren Sport- und Tanzveranstaltungen Raum bot und in Frankfurt sehr beliebt war (linkes Bild, um 1900). Die Frankfurter Rundschau widmete dem Hippodrom 2014 einen eigenen Artikel. Die einsturzgefährdete Ruine des Hippodrom wurde 1956 abgetragen, an ihrer Stelle ein nüchterner Zweckbau errichtet, der heute Sitz des chinesischen Generalkonsulats ist (s. Google-Luftbild). Da der neue Haltestellenname auch in der Bevölkerung keinen Anklang fand, wurde die Haltestelle 1968 nochmals umbenannt und trägt seitdem den Namen "Stresemannallee/Gartenstraße". Die AEG ist seit 1996 ebenso Geschichte wie das Hippodrom, ihr erst 1951 fertiggestelltes Hochhaus 1999 wurde schon wieder abgerissen.

 
Luftbild Bockenheimer Warte: Ansichtskarte von 1956   Luftbild Bockenheimer Warte 1981 nach Auflassung der StZW

  Die Frankfurter Nahverkehrshistorie  wäre unvollständig ohne Erwähnung der Oberleitungsbusse, die infolge der Treibstoffknappheit während des zweiten Weltkrieges zusätzlich zur Straßenbahn und zum Kraftomnibus zum Einsatz kamen.

Mehr als 15 Jahre von Anfang 1944 bis 17.10.1959 war die Strecke der Linie 60 (Heddernheim - Praunheim/Brücke) mit Fahrdraht überspannt. Diese Strecke wurde gewählt, weil sie beidseitig unkompliziert an die Stromversorgung der Straßenbahn anzuschließen war.

Im Bild erreichte O-Bus Nr. 2 nach der Durchfahrt durch Alt-Praunheim eben die Endhaltestelle  Praunheim Brücke, die nicht wie die neun Jahre später angelegte Haltestelle in der Schleife der Straßenbahn lag, sondern westlich des nördlichen Brückenkopfs. Es gab 4 Wagen, Hersteller MAN (Fahrwerk), Schumann (Aufbau) & AEG (Elektrik).

Am Endpunkt Gallusanlage wurde dieser V-Zug in 1950 aufgenommen. Damals führte die FLAG noch den Betrieb der Taunusbahnlinien 24/25, gemeinschaftlich mit der Frankfurter Straßenbahn. Der Zug hier war ein städtischer, von Tw 399 geführt

Dieser Triebwagen wurde 1910 von der Waggonfabrik Uerdingen gebaut und bekam die Betriebsnummer 355. 1924 wurde daraus 482, die 399 trug er erst seit 1949. 1958 erhielt er 102 PS-Motoren eines H-Wagens und wurde dadurch zu VH, durch Einbau elektrischer Ventile 4 Jahre später zu VHe. Als solcher wurde er 1964 ausgemustert, nach 54 Jahren (!) im Dauerbetrieb. - Vorne rechts im Bild ein Teil des Gleisdreiecks an der Kreuzung mit der Kaiserstraße.
 

 

 

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