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  10.03.2019: Die 1. Geschichtsseite ergänzt nun ein Bericht der Straßenbahndirektion für die Zwischenkriegszeit.
  28.02.2019: Die Fahrzeugseite wurde überarbeitet und um einige noch fehlende Fahrzeugtypen erweitert.
16.02.2019: Ein Ebbel-Ex-Sonderfahrt-Fahrschein ist neu auf der Seite historische Fahrkarten dazu gekommen.

Aufgrund einer bis 2003 existierenden Info-Lücke im Web wurden diese Seiten dem historischen Nahverkehr, primär zu Frankfurt
und speziell dessen Strecken- und Linien-Geschichte gewidmet. Allen Besuchern viel Spaß beim Durchstöbern dieser Seiten.

Als die "A-Strecke" noch über der Erde verlief, wurde dieses Foto aufgenommen (1961). Wobei es die Bezeichnung...
"A-Strecke" damals natürlich noch nicht gab, sie kam erst durch die U-Bahnplanungen auf. Obwohl das Bild "erst" zu meinen Lebzeiten entstand, kann es im wahrsten Sinne des Wortes als historisch bezeichnet werden, da vieles das Anfang der 60er noch zum Alltagsbild gehörte nicht mehr existiert. Im Uhrzeigersinn von links: Das damalige Volksbildungsheim, eine Bildungs-Institution in der u.a. die Volkshochschule und das "Theater Am Turm" residierten, wurde ab Ende der 90er zu einem Kino- und Veranstaltungscenter mit Restauration umgebaut. Das 1952 errichtete Bürohaus der Fa. BAYER fungiert heute als Hotel.

Der traditionsreiche UfA Turmpalast (links neben dem Eckhaus zur Stiftstraße) ist genauso Geschichte wie das markante Rundschauhaus hinter dem Eschenheimer Turm. Das 1954 erbaute, 70m hohe Fernmeldehochhaus der Post wurde 2011 durch zwei fast doppelt so hohe, moderne Hochhäuser ersetzt, die das alte Stadttor fast zu erdrücken scheinen. Der Kreisverkehr verschwand vor 55 Jahren, kurz danach die Straßenbahngleise auf dem Platz, die vorne im Bild wichen dem U-Bahnbau sogar schon ein halbes Jahr früher. Fast alle der damals noch neuen L- und M-Züge endeten längst im Altmetall, ebenso die damals allgegenwärtigen Fiat 500 und Opel Rekord P1, die heute höchstens noch vereinzelt bei Oldtimertreffen anzutreffen sind...

1930 während der HVZ erreichte ein Bus der Linie J die Endstelle an der Verwaltung der Höchster Farbwerke, dem Anfang der 20er Jahre von dem Architekten Peter Behrens gestalteten und nach ihm benannten "Behrensbau", der auch lange Zeit das Firmen-Logo der Höchst AG zierte. Der Durchgangsverkehr wurde 1954 aus dem Fabrikgelände heraus- und auf die neu erbaute Höchster Farbenstraße verlegt, seitdem enden die Omnibuslinien am Tor Ost, dem Osteingang des Areals.

Auf dieser Ansichtskarte aus der Zeit um 1910 überquerte ein von Bornheim kommender Zug der Linie 2 aus A-Triebwagen plus Beiwagen die Kreuzung Vilbeler/Alte Gasse - Große Friedberger Straße und fuhr auf die damals noch eingleisige Schäfergasse zu. Die Rückfahrt vom Westbahnhof nach Bornheim erfolgte über Konstablerwache und Große Friedberger, die Schäfergasse erhielt erst nach dem 2. Weltkrieg ein 2. Gleis. Von der Bebauung ist nur das Eckhaus an der Großen Friedberger (mit vereinfachtem Dachaufbau ohne Turmspitze) erhalten sowie der zweite 2. Bau recht hinter der Kreuzung.

  Die Frankfurter Nahverkehrshistorie  wäre unvollständig ohne Erwähnung der Oberleitungsbusse, die infolge der Treibstoffknappheit während des zweiten Weltkrieges zusätzlich zur Straßenbahn und zum Kraftomnibus zum Einsatz kamen.

Mehr als 15 Jahre von Anfang 1944 bis 17.10.1959 war die Strecke der Linie 60 (Heddernheim - Praunheim/Brücke) mit Fahrdraht überspannt. Diese Strecke wurde gewählt, weil sie beidseitig unkompliziert an die Stromversorgung der Straßenbahn anzuschließen war.

Im Bild erreichte O-Bus Nr. 2 nach der Durchfahrt durch Alt-Praunheim eben die Endhaltestelle  Praunheim Brücke, die nicht wie die neun Jahre später angelegte Haltestelle in der Schleife der Straßenbahn lag, sondern westlich des nördlichen Brückenkopfs. Es gab 4 Wagen, Hersteller MAN (Fahrwerk), Schumann (Aufbau) & AEG (Elektrik).

Ein L-ka Zug 1973 auf Linie 6 vor der Konstablerwache. Das Gebäude von C&A war damals eine Baustelle, hier im Bild noch die Vorkriegsfassade. Am 5. März 1973 änderte sich auf der 6 der Wageneinsatz, 2-Achser-Dreiwagenzüge wurden abgezogen und durch neue P-Wagen, alternativ durch Züge aus L-Tw und ka-Bw ersetzt. L 241 kam vom Ostbahnhof und fuhr zum Westbahnhof wie in den 60ern, diese Relation war 1973 allerdings nicht mehr der Regelfall.

1970 war die 6 zur Verstärkerlinie in Spitzenzeiten herabgestuft worden, die in der Regel bis Praunheim fuhr. Am Westbahnhof endeten/begannen nur noch Ein- und Aussetzfahrten. 3 Jahre später wurde die 6 komplett eingestellt und 1978 begann hier der Bau des 4-gleisigen U- und S-Bahntunnels. An dieser Stelle fährt heute unter der Erde die U6 vom Ostbahnhof ebenfalls nach Praunheim, jedoch zur Heerstraße.
 

 

 

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